Arganöl: Herkunft, Gewinnung und Anwendung in der Haarpflege
Arganöl gehört zu den bekanntesten Pflegeölen überhaupt. In Marokko wird es seit Jahrhunderten verwendet, in europäischen Badezimmern ist es seit einigen Jahren angekommen. Was dahintersteckt und wie du es einsetzt, liest du hier.
Woher kommt Arganöl?
Der Arganbaum wächst fast ausschließlich im Südwesten Marokkos, in einer Region zwischen Agadir und Essaouira. Er ist an trockene Bedingungen angepasst, wird bis zu 200 Jahre alt und trägt Früchte, die an kleine Oliven erinnern.
Im Inneren dieser Früchte sitzt ein harter Kern, und darin wiederum die Mandeln, aus denen das Öl gepresst wird. Die Region rund um die Arganwälder steht seit 1998 unter dem Schutz der UNESCO.
Wie wird es gewonnen?
Die Gewinnung ist aufwendig – und genau das erklärt den Preis. Traditionell wird das Öl in Frauenkooperativen hergestellt, in reiner Handarbeit:
Die Früchte werden getrocknet, das Fruchtfleisch entfernt, die Kerne zwischen zwei Steinen aufgeschlagen. Aus den Mandeln wird anschließend das Öl gepresst. Für einen Liter Öl braucht es rund 30 Kilogramm Früchte und viele Stunden Arbeit.
Unterschieden wird zwischen kosmetischem Arganöl aus ungerösteten Mandeln – hell, mild im Geruch – und Speisearganöl aus gerösteten Mandeln, das nussig duftet und in der marokkanischen Küche verwendet wird. Für die Haarpflege kommt die ungeröstete Variante zum Einsatz.
Was steckt drin?
Arganöl besteht überwiegend aus ungesättigten Fettsäuren, vor allem Öl- und Linolsäure. Dazu kommt ein für Pflanzenöle vergleichsweise hoher Anteil an Vitamin E.
In der Kosmetik wird es geschätzt, weil es relativ leicht ist: Es lässt sich gut verteilen, zieht schnell ein und hinterlässt keinen schweren Film.
Wie wendest du es an?
Für die Längen und Spitzen. Ein bis zwei Tropfen in den Handflächen verteilen und ins handtuchtrockene oder trockene Haar geben. Der Ansatz bleibt ausgespart, sonst wirkt das Haar schnell platt.
Als Kur vor der Wäsche. Etwas großzügiger ins trockene Haar geben, 30 Minuten einwirken lassen und anschließend gründlich auswaschen.
Nach dem Styling. Ein einzelner Tropfen, in den Handflächen verrieben und über die Längen gestrichen, glättet abstehende Härchen.
Für Haut und Nägel. Auch außerhalb der Haarpflege lässt sich das Öl verwenden – etwa an trockenen Händen oder am Nagelrand.
Die wichtigste Regel: weniger ist mehr. Arganöl ist ergiebig, und zu viel davon beschwert das Haar.
Worauf solltest du beim Kauf achten?
Die INCI-Bezeichnung. Arganöl heißt in der Inhaltsstoffliste Argania Spinosa Kernel Oil. Steht es weit vorn, ist entsprechend viel enthalten.
Die Verpackung. Öle sind lichtempfindlich. Braunglas schützt besser als klares Glas oder Kunststoff.
Die Verarbeitung. Kaltgepresstes Öl wird schonender gewonnen als heiß extrahiertes.
Arganöl bei vinsk
Unser Haaröl kombiniert Arganöl mit Macadamia- und Olivenöl sowie Vitamin E. Es kommt in einer Braunglasflasche mit Pipette, sodass du tropfengenau dosieren kannst.
Fazit
Arganöl ist ein vielseitiges Pflegeöl mit langer Tradition. Es lässt sich leicht dosieren, zieht schnell ein und eignet sich für Haare, Haut und Nägel gleichermaßen. Wer sparsam damit umgeht, kommt mit einer Flasche lange aus.

